Employer Branding in Social Media

Die perfekte Positionierung als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt ist essentiell für die Akquirierung neuer Talente. Die Talente sind online zu erreichen, auch über Social Media. Wie wichtig das Employer Branding auf diesen Plattformen ist, wird im Folgenden erläutert.

Weiß der Arbeitgeber, wo die Bewerber sind?

In Deutschland nutzen über 17 Millionen Menschen zwischen 18 und 34 Jahren Facebook. Das sind junge Talente, die gerade ihre Ausbildung beginnen oder abgeschlossen haben, studieren oder erste Joberfahrungen sammeln. Auf Xing sind ein Viertel der Nutzer zwischen 20 und 29 Jahre alt. Auf LinkedIn sind es immerhin 16%, ein Viertel der Nutzer ist zwischen 30 und 49 Jahren.

Über die Hälfte der Jobsuchenden und Karriere-Interessierten nutzen auf Social Media Xing und LinkedIn für die Suche nach Jobangeboten. Jeder zehnte nutzt Facebook. Deutlicher geht es kaum: Social Media hat im Recruiting einen beachtlichen Raum eingenommen. Und das ist angesichts der Möglichkeiten kaum verwunderlich.


An eine so spitze (pun intended) Zielgruppe kann man seine Stellenanzeigen woanders nur schwierig ausspielen. Durch das Targeting wird automatisch die Konkurrenz kleiner – und die Chance, tatsächlich das richtige neue Talent zu finden, entsprechend höher.
 

Werden die Inhalte angemessen kommuniziert?

Die Zielgruppe zu erreichen ist das eine, sie mit den richtigen Inhalten zu überzeugen das andere. Für sinnvolles und nachhaltiges Recruiting ist ein stabiles und glaubwürdiges Employer Branding unerlässlich. Große Talente suchen sich nicht irgendwelche Jobs, sie haben meist die freie Auswahl. Dabei spielen Sympathie und Image des potenziellen Arbeitgebers eine maßgebliche Rolle.

Jede größere Firma (und vermutlich auch viele kleinere) arbeiten früher oder später an ihrem eigenen Image. Manche entwickeln eine umfassende Kampagne für Print, TV und ihre Website. Häufig wird leider immer noch Social Media in der Kampagnenplanung vergessen und im Nachhinein integriert. Dabei werden die Inhalte und die Kommunikation nicht explizit auf Social Media abgestimmt. Gehandelt wird eher nach: Was nicht passt, wird passend gemacht. Und das ist ein großer Fehler.

Mac Aufschrift Do More

Die unterschiedlichen Social Media Plattformen bieten jede Menge Möglichkeiten der Kommunikation, die genutzt werden möchten. Um die Zielgruppe erfolgreich ansprechen zu können, ist es unerlässlich, sich mit den Mechaniken auseinanderzusetzen, um so einen professionellen Auftritt zu gewährleisten. Dabei können wir gerne unterstützen!

Was sind die Employer Branding Ziele?


Employer Branding hat zum Ziel, sich selbst als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt positiv zu platzieren. Das passiert einerseits über eigene Kampagnen, aber es gibt auch noch einen etwas unkontrollierbaren Faktor, der gleichzeitig eine höhere Glaubwürdigkeit besitzt: Die Mitarbeiter.

Keiner glaubt der Firma, die behauptet, sie schaffe langfristige Arbeitsplätze, wenn alle Mitarbeiter nach kurzer Zeit den Arbeitgeber wechseln. Keiner glaubt der Firma, die behauptet, sie böte eine großartige Work-Life-Balance, wenn alle Mitarbeiter immer ausgelaugt und müde sind und ihrem Unmut in Facebook freien Lauf lassen. Immer mehr Menschen entscheiden sich gegen ein konkretes Stellenangebot, weil das Unternehmen im Internet schlecht bewertet wurde.

Nun den Mitarbeitern zu verbieten, sich überhaupt auf Social Media über den Arbeitgeber zu äußern, ist auf Dauer keine Lösung. Wieso sollte man sich einen erfolgreichen Weg versperren? Nutzt das Potenzial der Mund-zu-Mund-Propaganda und macht aus Mitarbeitern Markenbotschafter für die eigene Firma wie beispielsweise Lufthansa:

Lufthansa Instagram Overview

 

Employer Branding auf Social Media - ein Selbstläufer?

Das A und O ist es, dass die Mitarbeiter dazu motiviert sind, sich positiv über ihren Arbeitgeber zu äußern. Es ist die einfachste Art und Weise, sich einen guten Ruf auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.

Dieser Rohdiamant lässt sich schleifen und veredeln. Sinnvollerweise wird eine Strategie entwickelt und Guidelines verfasst, auf welchen Plattformen die Mitarbeiter den Arbeitgeber bewerten sollten und mit den Posts interagieren dürfen. Für Authentizität und Glaubwürdigkeit sollten die Grenzen nicht zu eng gesteckt werden.


Gibt es bereits eine übergreifende Employer Branding Strategie, sollte überlegt werden, auf welchen Social Media Plattformen der Arbeitgeber im Hinblick auf die Zielgruppe vertreten sein sollte. Anschließend müssen die Inhalte der Strategie auf ihre Social Media Tauglichkeit überprüft werden.

Die Mitarbeiter sind aber nicht die einzigen, auf die man sich verlassen sollte. Auch die Firma selbst muss sich um einen glaubwürdigen und interessanten Auftritt bemühen. Dazu empfiehlt es sich, auf den relevanten Plattformen eine eigene Präsenz aufzusetzen und regelmäßig zu pflegen. Am wichtigsten sind hierbei Business-Plattformen wie LinkedIn und Xing sowie Bewertungsportale wie kununu und glassdoor.

Kununu Bewertung Lufthansa

Zeigt man dort das firmeneigene Spektrum an Fachgebieten, Weiterbildungsmöglichkeiten und kann sich zusätzlich auf positive Mitarbeitermeinungen stützen, ergibt sich ein einheitliches, ansprechendes Gesamtbild für potenzielle Bewerber. Die Plattformen haben gegenüber anderen Kampagnenbestandteilen den Vorteil, dass die Interessenten direkt mit den Mitarbeitern in Kontakt treten und sich über den Arbeitgeber austauschen können. So können sie sich einen vertrauenswürdigen Eindruck verschaffen.

Der Einfluss der Koryphäen


Besonders im Developer-Bereich – aber auch in anderen Bereichen – kann eine Firma ihr Ansehen durch die Beschäftigung von Koryphäen auf dem Fachgebiet steigern (Ganz abgesehen von dem potenzierten Wissen, dass man sich so in die eigene Firma holt).

Diese Fachprofis sind oft selbst auf diversen Social Media Plattformen vertreten und erreichen viele Talente, die sich für eben dieses Fachgebiet interessieren. Äußern sie sich positiv über einen Arbeitgeber, reicht das oft schon, um jenen für die Followerschaft bedeutungsvoll werden zu lassen.

Weiterhin streben viele danach, mit einer der von ihnen bewunderten Koryphäen gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Dies kann mit entsprechender Planung in eine Employer Branding Strategie integriert werden. Denn auch so lässt sich Social Media für Akquise nutzen.

Am Ende der Anfang

Talente finden sich selten auf der Straße. Im Wettbewerb um Profis gibt es viele Möglichkeiten. Social Media ist ein wichtiger Bestandteil, denn dort sind die Talente vertreten und lassen sich zweckmäßig targeten. Die eigenen Mitarbeiter sind ebenfalls häufig vertreten und können als überzeugende Markenbotschafter oder Koryphäen für den Arbeitgeber glänzen.

Tafel Whatever it takes

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