Pinterest for Business - Vor- & Nachteile

Pinterest wurde im März 2010 gelaunched. Das soziale Netzwerk, das eigentlich mehr Suchmaschine ist, ist das digitale Äquivalent einer Pinnwand und dient dem User dazu, Inspirationen und Merkenswertes im ganzen Internet an einem Ort zu sammeln. Unternehmen können diese Inhalte bereitstellen – und davon profitieren.

Grundlegendes zu Pinterest

Weltweit sind monatlich 200 Millionen User auf Pinterest aktiv, die Mehrheit davon ist jünger als 40 Jahre. In Deutschland gaben 2017 die Hälfte aller 14-29 Jährigen an, dass sie die Plattform nutzen.

93% der User geben an, dass sie einen Kauf planen – und auf Pinterest Infos und Inspirationen zu den Produkten suchen. 

Circa 81% der Pinterest-Nutzer sind weiblich, doch 40% der Neuanmeldungen sind männlich. Der Großteil nutzt Pinterest über ein mobiles Endgerät – wie die meisten Social Media Plattformen – und verbringt durchschnittlich 34 Minuten pro Besuch auf Pinterest.  

Vorteile von Pinterest   

Pinterest Analytics

Pinterest bietet gute Statistiken in Pinterest Analytics an. Mit einem kostenlosen Pinterest Business Profil und einem kleinen HTML-Schnipsel auf der eigenen Webseite kann man jegliche Verlinkungen von Pinterest zur Webseite nachvollziehen, unabhängig davon, ob man den Pin selber erstellt hat oder ob jemanden anderes den Inhalt von der Webseite gepinnt hat.

Langlebigkeit der Pins

Pins haben eine sehr lange Halbwertszeit, ca. 3,5 Monate. Das ist weit mehr als Facebook (ca. 90 Minuten) oder Twitter (ca. 7 Minuten). Pins werden anhand des Userverhaltens ausgespielt, wodurch bereits eine Art Targeting stattfindet. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Pin von Leuten gesehen wird, die bereits ein Interesse am Thema haben, ist folglich recht hoch. Durch Repins und Shares können Pins zusätzlich virale Reichweite bekommen, auch Tage und Wochen, nachdem der Originalpin gesetzt wurde.

User generated Pins

Pins können von einem Unternehmen aktiv auf einem eigenen Profil veröffentlicht werden. Zusätzlich kann jeder Pinterest-User von jeder Webseite selber Pins erstellen. Wahrscheinlich hat auch dein Unternehmen schon Pins auf Pinterest, obwohl es vielleicht noch gar keinen offiziellen Account gibt? So kann man Nutznießer eines Selbstläufers werden oder noch besser, das Ganze aktiv unterstützen.

Wenig Community Management nötig

Pinterest bietet Kommentare und persönliche Nachrichten an, allerdings werden diese nicht intensiv genutzt. Ein umfangreiches Community Management wie bei Facebook, Instagram oder Twitter ist somit normalerweise unnötig.

Pinterest für SEO

Jeder Pin enthält einen Link, der wie ein Inbound Link behandelt wird und die Suchmaschinenergebnisse beeinflusst. Über 5% aller Weiterleitungslinks zu Webseiten kommen von Pinterest.
Die Keywords in dem Beschreibunsgtext des Pins werden ebenfalls von den Suchmaschinen abgerufen und spielen deswegen eine wichtige Rolle in der Suchmaschinenoptimierungsstrategie.

Sortierung der Pins

Als Pinterest-Nutzer hat man die Möglichkeit, anderen Usern oder nur einzelnen Boards zu folgen. Für Unternehmensprofile ist daher eine sinnvolle und durchdachte Sortierung der Boards (und gegebenenfalls der Unterordner) ein absolutes Muss. Besonders wenn viele verschiedene Interessensgebiete abgedeckt werden, kann man man spezifischen Boards Nutzer ansprechen, die sich für den Rest vielleicht nicht interessieren.

Content wiederverwerten

Wenn man bereits eine durchschnittlich große Unternehmens-Webseite hat, verfügt man meistens schon über ausreichend Inhalte, um einen Pinterest Account zu starten. Denn durch die Rückverlinkung auf die Webseite bietet es sich an, Inhalte aus den entsprechenden Bereichen der Webseite zu nutzen, die bereits existieren. Youtube-Videos lassen sich ebenfalls pinnen, auch Instagram-Beiträge sind pinnbar. Dadurch wird beim ersten Set-Up des Pinterest-Accounts meist kein explizit entwickelter Content benötigt.

Zu einem späteren Zeitpunkt kann man Inhalte direkt für Pinterest entwickeln. Doch auch hier gilt: Wenn der Pin eh zur eigenen Webseite linkt, warum dann nicht dort neue Inhalte updaten und diese auf Pinterest wiederverwenden?

Pins Tshirts Memories

Nachteile von Pinterest

Eine eigene Webseite ist äußerst empfehlenswert. Man kann auch nur Fremdcontent kuratieren, doch da stellt sich die Frage nach dem Mehrwert für die eigene Marke.

Regelmäßige Updates der eigenen Boards sind Pflicht. Pinterest bevorzugt dabei, wenn jeden Tag ein paar wenige Pins gepinnt werden, statt an einem Tag im Monat alle Pins für diesen Monat zu pinnen.

Auch wenn in einigen Ländern Pinterest Werbeanzeigen verfügbar sind: Deutschland gehört (bisher) nicht dazu. Nichtsdestotrotz kann man sich bereits jetzt eine stabile Basis auf Pinterest aufbauen und über Werbeanzeigen nachdenken, sobald diese Möglichkeit hier verfügbar ist.  

Besonderheiten von Pinterest

Qualität ist Pflicht. Pinterest ist eine visuelle Plattform. Ist der Pin nicht ansprechend gestaltet, erwartet niemand, dass die verlinkte Webseite besser ist – und keiner klickt.

Es gibt für gängige Browser ein Pinterest Plugin, das erlaubt, beim Surfen im Netz jederzeit auf die eigenen Pinnwände zu pinnen.  Man kann auch auf der Webseite direkt einen “Merken”-Button einpflegen und somit einen indirekten Aufruf an den Betrachter starten, diesen Beitrag auf der eigenen Pinnwand zu merken.

Pinterest bietet für Business-Profile sogenannte Rich Pins an, die direkt auf Pinterest bereits weiterführende Infos anzeigen:

  • Artikel Rich Pins: Überschrift, Autor und kurze Beschreibung der Story
  • Rezept Rich Pins: Zeigt Zutaten, Zeit für die Zubereitung und Portionsgrößen.
  • Produkt Rich Pins: Zeigt Preis & Verfügbarkeit in Echtzeit

Auch das ist suchmaschinenrelevant und sollte auf der eigenen Webseite integriert werden.

Gruppenboards sind eine Möglichkeit, mit mehreren Leuten gemeinsam an einem Board zu arbeiten. Als Unternehmen kann man zum Beispiel Influencer und Koryphäen dazu einladen, an einem Board mitzuwirken und so die Reichweite und Relevanz des Boards vergrößern.

User können sich ihren Feed übrigens in verschiedenen Varianten anzeigen lassen:

  • Hashtag Feed: Abhängig von einem gewählten Hashtag
  • Follower Feed: Pins von Profilen, denen gefolgt wird
  • Pinterest Smart Feed aka Home Feed: Bunte Mischung aus Interessen, gefolgten Profilen & Boards und Vorschlägen basierend darauf

Fun Facts zu Pinterest

Statistiken zeigen, dass Bilder ohne menschliche Gesichter besser funktionieren. Pins aus dem roten Farbspektrum werden häufiger gepinnt als blaue und bunte Pins funktionieren besser als monochrome. Ob sich das für jedes Unternehmen so bestätigt, sei allerdings mal dahingestellt ;)

Wir helfen gerne dabei, die Pinterest-Strategie für dein Unternehmen zu entwickeln – und auf Wunsch auch anschließend bei der Pflege des Accounts. Schreib uns bei Interesse einfach eine Mail an [email protected]. Wir freuen uns auf deine Anfrage!

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