Content Marketing auf YouTube

Zahlen bitte – Statistiken

YouTube ist nach Google die zweitmeist besuchte Webseite – vor Facebook, Wikipedia und Twitter. Die Plattform gibt es seit 2005. Bereits 2010 verzeichnete der Kanal weltweit mehr als 2 Milliarden Aufrufe pro Tag. 2018 ist die tägliche Wiedergabedauer von YouTube Videos über 1 Mrd. Stunden. Das sind Milliarden von Views – jeden Tag.

An einem durchschnittlichen Tag nutzen 8 von 10 der 18-49 Jährigen YouTube.

In Deutschland liegt die Zahl der aktiven Nutzer, die selbst Content erstellen und hochladen („Creators“), schätzungsweise zwischen 4 und 8 Millionen.

Die potenzielle Reichweite ist somit enorm und macht YouTube zu einer sehr attraktiven Marketingplattform. Und das liegt nicht nur an der Reichweite.

Was lange währt – Longterm Content

Videos auf YouTube werden immer wieder aktiv gesucht

YouTube-Content ist SEO-relevant und sollte dementsprechend aufbereitet werden. Das lohnt sich doppelt, denn im Gegensatz zu den schnelllebigen Plattformen Facebook, Instagram, Twitter und Snapchat sind Videos auf YouTube Longterm Content und werden immer wieder aktiv gesucht und konsumiert.

YouTube wurde ein Jahr nach Gründung von Google aufgekauft und hat dadurch einen ziemlich hohen Stellenwert in der Google-Suche. Das bedeutet: Wenn man seine Webseite soweit optimiert hat, dass sie auf Platz 1, 2 oder 3 der Suchergebnisse des gewünschten Keywords landet, ist der nächste Schritt, ein YouTube Video zum gleichen Thema zu platzieren. Da es sich für Google um zwei unterschiedliche Plattformen handelt (Webseite vs. YouTube), ist die Wahrscheinlichkeit, zweimal in den Top 3 zu landen, deutlich höher wie mit beispielsweise zwei optimierten Landingpages im gleichen Webseitenkonstrukt.

Ein Video - viel Impact

Wie bereits erwähnt sind YouTube Videos Inhalte mit einer großen Halbwertszeit, im Gegensatz zu Facebook oder Instagram-Videos, die nur für einen kurzen Zeitraum im Feed sichtbar sind. Der Upload der Videos auf Youtube hat einen weiteren Vorteil zu anderen Plattformen: Youtube Videos ranken in den Google Suchergebnissen. Das bedeutet, man sendet seinen Content nicht in die User-Profile wie in Social Media und wird passiv konsumiert, sondern wird stattdessen aktiv gesucht und gefunden.

Wer sich die Mühe macht, nach etwas zu googlen - meistens Anleitungen, Erklärungen oder Ähnliches –, hat ein deutlich höheres Grundinteresse als jemand, der auf dem Weg zur Arbeit auf dem Smartphone durch seinen Facebook Feed scrollt.

So kann man aus Push-Content Pull-Content zaubern.

Ist das gleiche Video einmal in den Google Suchergebnissen und einmal im Facebook Feed, wird es sehr wahrscheinlich über die Suchergebnisse auf YouTube deutlich bessere View-Raten erzielen als im Facebook Feed. Vor allem, da YouTube Videos auch in den Google Suchergebnissen auftauchen. So kann man sich via TrueView Video Discovery-Anzeigen direkt im richtigen Umfeld platzieren und aus Push-Content Pull-Content zaubern.

Nichtsdestotrotz lohnt es sich, das Video auf beiden Plattformen zu posten - vorausgesetzt, es handelt sich um geeigneten Content. So lohnt sich der Erstellungsaufwand doppelt.

Auf Webseiten werden keine Facebook Videos eingebunden. Hier findet man hauptsächlich Youtube oder Vimeo Embeds. Auch dafür lohnt es sich, einen Youtube Kanal zu erstellen, und nicht etwa einen eigenen Videoplayer zu implementieren.

Besser ist es – Optimierungsmaßnahmen

Mit wenigen Handgriffen lässt sich bereits viel aus einem YouTube-Kanal herausholen.

Die Aufmachung sollte stimmig sein. Es bietet sich an, einheitliche Title Cards (Vorschaubilder) zu entwickeln, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen, neugierig auf die Inhalte zu machen, und den Kanal in ein schönes Gewand zu stecken.

Die Beschreibungstexte sollten aussagekräftig sein und die wichtigsten Keywords enthalten, zu denen das Video gefunden werden soll. Das gilt auch für den Videotitel. Hier können auch 1-3 relevante Hashtags integriert werden.

Subtitles (Untertitel, die später über den „CC“ Button aufrufbar sind) sollten Pflicht sein, nicht Kür – und idealerweise in mehreren Sprachen, je nachdem, wo die Zielgruppe sitzt und in welcher Sprache das Voice-Over im Video aufgenommen wurden. Diese Untertitel sind nicht nur für den Nutzer hilfreich, auch der Algorithmus kann darüber den Content noch besser auswerten.

Ein weiterer wichtiger Optimierungspunkt sind die Tags – sowohl des Channels als auch pro Video. Sinnvolle Tags zum Thema, nach denen auch gesucht wird, dienen indirekt dem Zielgruppentargeting.

Natürlich sind dies nur die Basics und es gibt noch diverse weitere Möglichkeiten, den eigenen Kanal zu verbessern. Dabei sind wir gerne behilflich!

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Werbung auf YouTube

Die ersten Werbeanzeigen wurden bereits 2 Jahre nach Gründung der Plattform aktiviert. Inzwischen sind sie fester Bestandteil des YouTube-Erlebnisses.

Mit YouTube Ads lässt sich das Content Marketing von passiv auf aktiv wandeln. Man ist nicht mehr darauf angewiesen, gefunden zu werden, man kann seinen Content direkt an die interessierten Zuschauer ausspielen.

Es ist wichtig, dass die Platzierung gut gewählt wird.

Wichtig: Werbeclips hindern den Nutzer daran, den eigentlich gewünschten Inhalt zu sehen. Das unterscheidet YouTube Werbung generell von Display oder Search Ads, die lediglich neben dem gewünschten Inhalten angezeigt werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Platzierung gut gewählt wird, damit die Werbung nicht als störend wahrgenommen wird.

Um Werbung für YouTube zu planen und zu schalten, nutzt man Google Ads.

Man wählt, ob man als Anzeige in fremden YouTube-Videos, auf Kanalseiten und auf der YouTube-Startseite oder als Discovery Ad in den Youtube Suchergebnissen angezeigt werden möchte.

Werbeclips ausspielen

In Google Ads wird eine neue Kampagne angelegt, das Ziel ausgewählt, Targeting, Laufzeit und Kosten eingestellt und das gewünschte YouTube-Video aus dem verbundenen Kanal ausgewählt.

Eine Möglichkeit sind reine Werbeclips, die vor oder während eines Videos von einem anderen Kanal angezeigt werden (Bumper Ads, TrueView Instream Anzeigen, Outstream Anzeigen und Masthead Anzeigen). Diese haben primär ein Awareness-Ziel, können aber auch auf eine Zielseite linken. Für diese Art der Werbung ist es nicht notwendig, einen eigenen extern sichtbaren YouTube Kanal mit Inhalten aufzubauen. YouTube wird dort nur als Speicherort für privat gelistete Werbeclips verwendet, die dann in anderen Kanälen / vor oder während fremden Videos angezeigt werden.

Bei der Platzierung kann man entscheiden, ob der Clip in Videos zu bestimmten Themen ausgespielt werden soll oder sogar ein konkretes einzelnes Video auswählen.

Werbeformate

  • Bumper Ads

    • Werden vor dem Start eines Videos geschaltet, und können erst nach 5 Sekunden beendet werden

    • Eignen sich für prägnante Aussagen, die sofort das Interesse wecken

  • In Stream Ads

    • Werden als Trenner in einem längeren YouTube Video angezeigt

    • Anders als Fernsehprogramm wird lediglich ein Spot ausgespielt, und dieser auf den einzelnen Nutzer getargeted

Eigene Inhalte bewerben

Die Platzierung als Discovery Ad kann dem eigenen Kanal und einem eigenen Video zu einer größeren Aufrufzahl verhelfen, denn man platziert sich via Keywords in der Liste der Suchergebnisse auf Youtube. Nach Google ist Youtube die zweitgrößte Suchmaschine – die Chance, gefunden zu werden, ist dadurch sehr hoch.

Das ist sinnvoll für längere Videos wie Anleitungen, Backrezepte oder Dokumentationen.

Übrigens: User, die eine TrueView Ad mindestens 30 Sekunden lang (oder bis zum Ende) angesehen haben, haben auch 23 mal öfter den Brand Channel besucht oder sogar abonniert, sich mehr Inhalte von einer Marke angesehen oder das Video geteilt.

Werbeformate

  • TrueView for Action-Ads

    • Bild/Text-Overlays während des Videos oder Banner am Ende des Videos eignen sich, um einen CTA zu platzieren

Content Marketing nur mit Strategie

Hat man ausreichend Content zur Verfügung und ist sicher, dass auf YouTube die passende Zielgruppe zu finden ist, könnte man sofort loslegen – möchte man meinen. Ohne eine durchdachte Strategie wird sich der Erfolg in überschaubaren Grenzen halten – wie überall in Social Media. Klar, etwas erreicht man auch so. Aber gutes Content Marketing sollte effizient sein. Wie kann mit dem Inhalt das größtmögliche Potenzial ausgeschöpft werden? Welche Ziele will man erreichen und woran wird der Erfolg gemessen? Dafür ist es unerlässlich, sich im Voraus Gedanken zu machen und eine passende Strategie auf die Beine zu stellen. 

Ist YouTube für meine Brand das richtige?

Bei der Beantwortung dieser Frage sind wir gerne mit an Bord. Gemeinsam können wir die ideale Social Media Strategie für deine Marke finden!

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